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Fragen und Antworten 1. Welche Art Kraftwerke will GDF SUEZ Energie Deutschland in Norddeutschland bauen?

Die Standorte an der Küste sind aus verschiedenen Gründen besonders gut für den Bau von Kohlekraftwerken geeignet. Zum einen ist der Transport der Kohle einfacher zu handhaben. Sie muss nicht aufwändig durch das Binnenland befördert werden, um die Anlage zu erreichen. Zum anderen hat man leicht Zugriff auf große Mengen Wasser, das man für eine Durchlaufkühlung nutzen kann. Im Hinblick auf eine spätere CO2-Abtrennung bietet Norddeutschland zudem gute CO2-Speicher und -Transportmöglichkeiten.Vorgesehen sind Monoblock-Anlagen mit einer elektrischen Brutto-Leistung von jeweils rund 800 Megawatt und einem Wirkungsgrad von 46%, was dem mit der derzeit verfügbaren Technik besten realisierbaren Standard entspricht.
GDF SUEZ Energie plant konventionelle Wärmekraftwerke, bestehend aus einer Dampferzeugungsanlage mit Steinkohlefeuerung, Rauchgasentstickungsanlage und Katalysator, Elektrofilter, Rauchgasentschwefelungsanlage sowie Dampfturbosatz und Nebenanlagen.
Im Grundlastbetrieb wird jede Anlage mit einer Auslastung von 7.800 Jahresbetriebsstunden gefahren.
Das Investitionsvolumen beträgt pro Kraftwerk etwa eine Milliarde Euro.

2. Warum setzt GDF SUEZ Energie Deutschland auf Steinkohle?

Neben erneuerbaren Energien und Gas- und Dampfturbinen-Anlagen wird Steinkohle weiter eine wichtige Rolle in der Stromerzeugung in Deutschland spielen. Denn eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen kann nur über einen ausgewogenen Energiemix gewährleistet werden. Steinkohle kommt aus politisch stabilen Regionen und wird langfristig zu marktgerechten Preisen zur Verfügung stehen.

3. Welche Umweltauswirkungen haben die Kraftwerke?

Unsere neuen Anlagen sind so ausgestattet, dass während des Verbrennungsprozesses die Bildung von Stickoxiden bereits deutlich verringert wird. In einem zweiten Schritt wird das restliche Stickoxid fast vollständig in unschädlichen Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Ein hochmoderner Elektrofilter scheidet den Feinstaub, der im Rauchgas enthalten ist, fast vollständig ab. Eine so genannt Rauchgas-Entschweflungsanlage wandelt die Schwefeloxide in Gips um, der in der Bauindustrie weiterverarbeitet wird.
Auf diese Weise werden wir 50% weniger Feinstaub, 60% weniger Stickoxide und 65% weniger Schwefeloxide emittieren, als gesetzlich zulässig ist. Dazu haben wir uns freiwillig verpflichtet.

4. Wie kann Norddeutschland von den Kraftwerken profitieren?

Durch den Bau und den Betrieb der Kraftwerke entstehen mittel- und unmittelbar Arbeitsplätze in der Region. Während der Bauphase werden pro Kraftwerk durchschnittlich an die 800 Menschen auf der Baustelle tätig sein. Diese werden in der Region Geld ausgeben und damit den regionalen und lokalen Dienstleistungssektor stärken.
Während des Betriebs werden in den Kraftwerken jeweils rund 110 Personen beschäftigt sein. In regionalen und lokalen Dienstleistungsunternehmen werden zusätzlich rund 190 neue Arbeitsplätze entstehen.

5. Sucht GDF SUEZ Energie Deutschland schon jetzt Mitarbeiter für die neuen Kraftwerke?

Ja, GDF SUEZ Energie Deutschland sucht bereits jetzt Mitarbeiter, insbesondere aus Norddeutschland; entsprechende Stellen haben wir in den lokalen Medien und auf unserer Internetseite ausgeschrieben. Wir suchen neben Ingenieuren auch Facharbeiter aus Metall- und Elektroberufen zur Fortbildung zum geprüften Kraftwerker sowie Trainees als Kraftwerksingenieure. Die ersten neuen Kollegen wurden bereits Anfang 2008 eingestellt und werden bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlagen an unseren Kraftwerksstandorten in Saarbrücken, den Niederlanden und Belgien weitergebildet. Sie werden bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlagen zum geprüften Kraftwerker weitergebildet.


Informationen zu den Stellenausschreibungen finden Sie unter www.gdfsuez-energie.de/jobs. Hier können Sie sich auch bewerben.

6. Wo fällt die Gewerbesteuer an?

Die Gewerbesteuer wird unmittelbar in den jeweiligen Orten entrichtet, in denen die  Kraftwerke entstehen.

7. Wer wird den Bau der Kraftwerke übernehmen? Wie verläuft das Vergabeverfahren?

GDF SUEZ Energie Deutschland wird pro Kraftwerk zehn sogenannte Lose vergeben. Das heißt, wir beauftragen mehrere Firmen für die unterschiedlichen Komponenten. Die Kernkomponenten wie Kessel etc. haben wir bereits bei Hitachi Europe bestellt. Wo immer es geht und in unserer Macht steht, werden wir lokale Unternehmen bevorzugt berücksichtigen.

8. Wie viel CO2 gelangt pro Jahr in die Luft?

Jedes Kraftwerk emittiert rund 4,1 Mio t pro Jahr. Unsere neuen Steinkohlekraftwerke in Deutschland werden mit der besten derzeit verfügbaren Technik ausgestattet und erreichen einen Wirkungsgrad von 46 Prozent. Zum Vergleich: Bisher liegt der Wirkungsgrad von Steinkohlekraftwerken in Deutschland durchschnittlich bei 38 Prozent.  Die neue Anlage wird somit bei gleicher elektrischer Leistung auch rund 20 Prozent weniger CO2 ausstoßen, das entspricht rund 900.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

9. Sinken die Strompreise, wenn GDF SUEZ Energie Deutschland Kraftwerke baut?

Als neuer Stromerzeuger fördern wir den Wettbewerb im Erzeugungsmarkt. Das wird sich auch auf die Strompreise auswirken und den Verbrauchern zugute kommen.

10. Warum werden die Kraftwerke gerade in Norddeutschland gebaut?

Die Standorte an der Küste sind aus verschiedenen Gründen besonders gut für den Bau von Kohlekraftwerken geeignet. Zum einen ist der Transport der Kohle einfacher zu handhaben. Sie muss nicht aufwändig durch das Binnenland befördert werden, um die Anlage zu erreichen. Zum anderen hat man leicht Zugriff auf große Mengen Wasser, das man für eine Durchlaufkühlung nutzen kann. Im Hinblick auf eine spätere CO2-Abtrennung bietet Norddeutschland zudem gute CO2-Speicher und -Transportmöglichkeiten.

11. Was passiert mit den Reststoffen aus dem Kraftwerk?

Ein großer Teil der Reststoffe wie Asche und Gips findet weitere Verwendung, z.B. im Straßenbau. Der Rest, der nicht weiterverwertet werden kann, wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen ordnungsgemäß entsorgt.

10. Wo bekommt man weitere Informationen?

GDF SUEZ Energie Deutschland will so umfassend wie möglich über die in Planung oder Bau befindlichen Kraftwerke berichten und beantwortet Ihre Fragen gern. Dafür haben wir für alle Interessierten Bürgertelefone eingerichtet.

Wilhelmshaven:   0800/22 33 88 210   (gebührenfrei)
Stade:   0800/22 33 88 227   (gebührenfrei)
Brunsbüttel:   0800/22 33 88 277   (gebührenfrei)

 

Darüber hinaus können Sie uns auch gern eine E-Mail mit Ihrem Anliegen schreiben:
Bei Fragen zu technischen Dienstleistungen oder Angeboten rund um die Kraftwerke: erzeugung@gdfsuez-energie.de
 
Bei Fragen zu Bewerbungen/offenen Stellen: bewerbung@gdfsuez-energie.de
 
Bei allgemeinen Fragen rund um GDF SUEZ Energie Deutschland: info@gdfsuez-energie.de


Per Post erreichen Sie uns in Berlin:
GDF SUEZ Energie Deutschland AG
Friedrichstraße 200
10117 Berlin

Telefon:   030/72 61 53 500
Fax:    030/72 61 53 502